Margin Trading

Nicht immer wird beim einem Trading-Geschäft mit Kryptocoins jeglicher Art die volle Wertsumme als entsprechende Sicherheit hinterlegt, sondern wird oftmals nur ein Teil des eigentlichen Werts als so genannte „Margin“ – zu Deutsch: Sicherheitsleistung – seitens des Traders in das Handelsgeschäft eingebracht. Mithilfe dieser kann jener – unter Berücksichtigung verschiedener Berechnungswege – Fremdkapital für den Handel mit den Kryptowährungen einsetzen und kann damit gehebelt am Handel mit den Coins teilnehmen, was die zu erwartenden Gewinnspannen natürlich gewaltig erhöht. So kann dieser beispielsweise mit einem Bruchteil des angepeilten Handelsvolumens am Markt handeln – stellenweise sogar mit dem 20-fachen Volumen der eingesetzten Margin. Eine derartige Handelsform wird an Kryptobörsen wie z.B. Bitfinex (Bitfinex Marging Trading), Poloniex und Co. für viele Kryptotrader immer interessanter, bietet diese doch die Möglichkeit, selbst mit geringem Kapitaleinsatz und nur kleinen Kursschwankungen der Coins bereits hohe Gewinne realisieren zu können. Auch Okex bietet für einige Kryptowährungen die Möglichkeit mit Hebel 10 und 20 auf Kursschwankungen zu traden.

Doch auch die Gefahren sollten dabei nicht unterschätzt werden: zwar hinterlegt der Trader bei jedem Trade nur seine entsprechende Margin, jedoch haftet dieser für das gesamte Handelsvolumen. So können im „worst-case“ bei einem Totalverlust sogar Nachschussverpflichtungen entstehen. Wir haben uns einmal mit der Thematik des Margin-Tradings an Kryptowährungsbörsen wie z.B. Bittrex, Gdax oder Kraken (Unser Kraken Test) befasst und möchten dem Leser ein paar hilfreiche Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, wie durch den Einsatz dieser Handelsform und unter Berücksichtigung einiger wichtiger Punkte gutes Geld verdient werden kann.

Wie funktioniert Margin Trading an Kryptowährungsbörsen und welche Dinge gilt es dabei zu beachten?

Per Margin Trading durch gezielte Hebelwirkung potentielle Gewinne vervielfältigen – diese Möglichkeit lockt mittlerweile immer mehr Trader, ohne tatsächlich vorhandene Vermögenswerte, hohe Gewinne einfahren zu können. Nebst der bisherigen Anwendungsform innerhalb von Forex-Trading- oder CFD-Trading-Plattformen bieten mittlerweile auch immer mehr Kryptowährungsbörsen den gehebelten Handel mit den digitalen Münzen wie z.B. Bitcoin, Ethereum und Co. Ermöglicht wird diese Form des Handels zunächst einmal durch das Bestehen eines separaten Kreditmarktes, welcher es den Kryptowährungsbörsen ermöglicht, entsprechend Kurzzeitkredite für den Handel mit den Kryptocoins zur Verfügung zu stellen. Als Kreditgeber tritt in diesem Fall die jeweilige Kryptowährungsbörse in Erscheinung, als Kreditnehmer der etwaige Händler, welcher das Kapital dann für den Handel mit Kryptocoins einsetzen kann. Der Kreditgeber profitiert hierbei zum einen von den Kreditzinsen sowie auch von den höheren Spreads, die dieser aufgrund des durch den Kurzzeitkredit erhöhten Handelsvolumens erhält.

Auf einigen Plattformen können Kryptotrader aber auch selbst als Kreditgeber in Erscheinung treten. So können Trader auf der Plattform Poloniex beispielsweise ihre entsprechenden Coins gegen Zinszahlung an andere Trader „verleihen“. Ziel des Margin-Tradings ist dabei die Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität durch den Einsatz von Fremdkapital – der so genannte „Leverage-Effekt“. Dabei können selbst kleinste Kursschwankungen zu erheblichen Gewinnen/Verlusten führen, weshalb Experten zu einem ganzheitlichen Risikomanagement raten – jenes besagt, dass pro Trade nur ein gewisser Anteil des Eigenkapitals eingesetzt werden sollte. Um das eigene Kapital vor potentiellen Verlusten zu schützen und um Nachschusspflichten aus dem Weg zu gehen, können Trader beim Margin-Trading auch diverse Schutzmechanismen nutzen – z.B. „Stopp-Loss“ oder „Liquidation“. Hierbei handelt es sich um Order-Befehle, die den Trade automatisch beenden, sobald dieser verlustmäßig den Wert der eingesetzten Margin oder einem anderen, beliebigen Verlustwert erreicht.

An welchen Kryptowährungsbörsen können Trader überhaupt Krypto-Margin-Trading nutzen?

Mit einem Eigenkapital-Multiplikator von maximal 100 kann z.B. bei Bitmex Margin Trading von Kryptowährungen betrieben werden. Aber auch die PlattformPlus500 als eine der bekanntesten Forex-Plattformen bietet im Rahmen des Krypto-Margin-Tradings mittlerweile den Handel mit dem Bitcoin sowie auch diversen Altcoins wie z.B. Ethereum, Ripple sowie Litecoin und Bitcoin-Cash. Über einen 24/7 Support können Neulinge auf dem Gebiet des Margin Tradings zudem detaillierte Informationen erhalten – Profis können hier mit einem Multiplikator von maximal 20 traden. Auch die US-amerikanische Plattform Bitfinex bietet mit einem maximalen Multiplikator in Höhe von 3,3 eine gute Anlaufstelle für das Margin-Trading von verschiedensten Kryptowährungen. Als weltweit größte Kryptowährungsbörse bietet Poloniex mit einem Multiplikator von maximal 2,5 und insgesamt 11 verschiedenen Altcoins nebst dem Bitcoin ebenso zahlreiche Möglichkeiten im Bereich des Margin-Tradings von digitalen Währungen. Hinzu kommen zudem noch die Plattformen Bittrex und Kraken, die Margin-Trading mit Kryptowährungen ermöglichen.

Das Prinzip des „Lending“ einmal kurz erklärt

Margin Funding wird speziell im Bereich des Handels mit Kryptowährungen immer beliebter. Hierbei handelt es sich um eine gesonderte Form des Margin-Tradings, bei welchem Nutzer von Kryptowährungsplattformen ihr Geld bzw. ihre Krypto-Coins anderen Usern für den Handel zur Verfügung stellen – diese also kurzzeitig „verleihen“ – um damit die Eigenkapitalrendite des „Borrowers“ – also des „Leihenden“ – zu erhöhen. Hierfür erhält der „Lender“ – also der „Darlehensgeber“ – einen vom Portal festgelegten Zinssatz oder erhält einen Spread auf das verliehene Geld bzw. die verliehenen Krypto-Coins. Der Verleiher profitiert hier zum einen von den etwaigen Zinsen sowie kann dieser zum anderen relativ risikoarm, ungenutzte Coins oder Kapital auf seinem Account für sich arbeiten lassen. Für den Leihenden hingegen entbieten sich umfangreichere Handelsmöglichkeiten, die unter dem Einsatz von reinem Eigenkapital gegebenenfalls nicht möglich wären.