Coinbase

Coinbase, Inc. gehört zu den sehr etablierten Kryptobörsen. Viele Features, die wir zu diesem Anbieter beschreiben, treffen auch auf andere Kryptobörsen zu. Das US-amerikanische Unternehmen ermöglicht den Handel verschiedener prominenter Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether oder Litecoin und deren Tausch in US-Dollar, britische Pfund oder Euro. Gegründet wurde Coinbase im Juni 2012 als Ergebnis eines Gründerwettbewerbs. Coinbase hat seinen Sitz im kalifornischen San Francisco. Die Gründung erfolgte mit Wagniskapital. Im Januar 2015 war die Kryptobörse das erste US-Unternehmen dieser Art mit staatlicher Zulassung durch die US-Behörden. Die Erlaubnis für den Handel mit Bitcoins bezog sich zunächst auf die Hälfte aller US-Bundesstaaten. Als diese Zulassung publik wurde, stieg der Bitcoin-Kurs stark an. Im Dezember 2016 verwies Coinbase auf global 4,9 Millionen Kunden. Der Wert des Unternehmens wurde durch Analysten im August 2017 auf 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Produkte von Coinbase

Die beiden Hauptprodukte von Coinbase sind die GDAX (Global Digital-Asset Exchange) als eigene Kryptobörse und eine Handelsplattform mit Cyberwallets für Endkunden. Auch eine Programmierschnittstelle (API) bietet Coinbase an, hiermit können Entwickler und Verkäufer externe Programme anzubinden und den automatisierten Zahlungsverkehr durchführen. Kryptowährungen können auf Coinbase auch untereinander gehandelt werden.

Coinbase Nutzung

Für die Nutzung von Coinbase verbinden User zunächst ihr Bank- oder Kreditkartenkonto mit der Plattform. Ab sofort können sie FIAT-Geld in Kryptowährungen und umgekehrt tauschen. Empfohlen wird denjenigen, die noch kein Wallet besitzen, dieses bei Coinbase herunterzuladen. Mit dem Wallet kann nun Kryptogeld auch verschickt werden, um beispielsweise damit bei Händlern einzukaufen. Mit einem Wallet auf dem Smartphone ist es möglich, Transaktionen mobil durchzuführen. Coinbase verspricht höchste Sicherheitsstandards und verweist auf die eigene Offline-Speicherung von 98 % aller Zahlungsmittel von Kunden als Maßnahme gegen Verlust und Diebstahl. Die Datenspeicherung erfolgt auf FIPS-140-USB-Laufwerken, die vollständig vom Netz getrennt sind und in Tresoren verwahrt werden. Auch Papier-Backups wendet Coinbase an. Für ein Coinbase-Konto muss der Nutzer eine 2-Schritt-Verifizierung durchführen. Er legt einen Nutzernamen und ein Passwort an, anschließend fordert ihn Coinbase über das Handy zur Eingabe des Verifizierungscodes auf.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen von Coinbase

Das Unternehmen stellt Mitarbeiter nur nach einer polizeilichen Hintergrundüberprüfung ein. Es verwendet für alle Server und sonstigen Online-Geräte unterschiedliche Passwörter. Die Mitarbeiter sind ebenfalls verpflichtet, die eigenen Festplatten zu verschlüsseln und mit sicheren Kennwörter sowie einer Bildschirmsperre zu arbeiten. Online-Anfragen laufen durch SQL-Injection-Filter, gegen CSRF-Angriffe werden alle PUT-, POST- und DELETE-Anfragen gesondert überprüft. Login-Versuche und weitere Nutzerhandlungen sind Limits unterzogen, um das Ausrechnen von Passwörtern mit leistungsstarken Computern zu unterbinden. Zur Vermeidung der Mass Assignment Vulnerability setzt Coinbase Attribute sämtlicher Modelle auf eine interne Whitelist. Die in der Coinbase-Datenbank gespeicherten Passwörter verschlüsselt das Unternehmen mit Hash-Werten (bcrypt mit dem Kostenfaktor 12). Die Verwahrung der Anmeldedaten erfolgt von der Codebasis und Datenbank getrennt.

Versicherung und Kontoführung

Die von Coinbase online gehaltenen Kryptowährungen sind voll versichert. Es können für Kunden daher keine Verluste durch online transferiertes Geld entstehen. Die Versicherungspolice deckt Verluste durch Verletzungen der Cybersicherheit, der physischen Sicherheit und des Diebstahls durch Mitarbeiter ab. Allerdings deckt sie nicht durch den Nutzer verschuldete Verluste (etwa durch einen gelungenen Hackerangriff auf ein Nutzerkonto mit schwachem Passwort) ab. Die Fiat Währungsbeträge der Kunden (also Dollar, Euro oder Pfund) verwahrt Coinbase auf separaten, insolvenzgeschützten Bankkonten. Für US-Amerikaner existiert zusätzlich eine Walletversicherung bis 250.000 Dollar.