Kryptobörsenvergleich

Kryptobörsen sind für Anleger zum Kauf und Verkauf von Kryptowährungen wichtig. Durch den Boom des virtuellen Geldes haben sich weltweit inzwischen mehrere solcher Börsen gegründet, von denen einige als recht gut etabliert gelten. Jede dieser Kryptobörsen bietet bestimmte Kryptowährungen an, doch praktisch nirgendwo sind alle der aktuell über 1.200 digitalen Währungen zu finden (Stand: Oktober 2017). Das ist auch nicht nötig, wer nach Exoten Ausschau hält, findet sie bei einem Spezialanbieter. Die Kryptowährungen können auf diesen Börsen gegen sogenanntes FIAT-Geld (konventionelles Geld wie Euro, Dollar, Pfund etc.) und auch untereinander gehandelt werden. Allerdings ist dieser Tausch nicht unbegrenzt möglich. Manche Börsen erlauben nur den Kauf und Verkauf mit / gegen Euro oder Dollar und bieten auch nur Kryptowährungspaare wie Bitcoin gegen Ethereum, Litecoin gegen Bitcoin und vielleicht noch Ether oder Bitcoin gegen Ripple oder Dash an, doch eine Paarung wie Siacoin gegen Lisk ist wohl kaum irgendwo zu finden. Der Markt sortiert sich auf diese Weise, denn es werden zweifellos nicht alle Kryptowährungen überleben. Auch lassen sich längst nicht alle Kryptowährungen mit Dollar oder Euro kaufen oder gegen diese konventionellen Währungen verkaufen. Den Bitcoin hingegen gibt es immer, er fungiert als “Eingangstor“ und kann dann gegen die meisten anderen Kryptowährungen getauscht werden. Auf einigen dieser Börsen ist aktives Trading mit Margin in der Art von CFDs möglich. Trader können (schwach) gehebelt auf steigende oder fallende Kurse von Kryptowährungen setzen.

Arten von Kryptobörsen

Mit Stand Oktober 2017 lassen sich grob Börsen für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen mit konventionellem Geld, für den Tausch von Kryptowährungen untereinander und für beide Varianten unterscheiden. Eine Registrierung der Nutzer auf der Handelsplattform ist praktisch immer erforderlich, sie funktioniert in etwa wie die Registrierung bei einer Bank. Auch Kryptobörsen müssen die internationalen Geldwäschegesetze einhalten, und zwar in jedem Fall dann, wenn sie den Kauf / Verkauf von Kryptowährungen gegen konventionelle Währungen ermöglichen, wie z.B. Kraken oder Bitfinex, deren Tests Sie hier finden (Kraken Test, Bitfinex Test). Für die Anmeldung auf solchen Börsen ist also auch ein Authentifizierungsverfahren beispielsweise mit Post- oder Videoident erforderlich. Bei den Kryptobörsen, die nur den Handel virtueller Währungen untereinander ermöglichen, genügt oft die Anmeldung mit E-Mail-Adresse und Passwort, weil dieser Handel noch nicht den Geldwäschegesetzen unterliegt. Das könnte sich ändern. Zudem ist ein latenter Trend zu dezentralen Kryptobörsen festzustellen, die ohne Registrierung funktionieren und wiederum nur den Handel von Krypto gegen Krypto erlauben.

Wie sicher sind die Kryptobörsen?

Sämtliche Kryptobörsen, die wir uns angesehen haben, beschwören ihre internen Sicherheitsstandards. In Wahrheit ist schwer herauszufinden, wie sicher sie sind. In der Vergangenheit waren zentrale Kryptobörsen ein beliebtes Angriffsziel für Hacker. Es ist zu empfehlen, vor der Entscheidung für eine Kryptobörse Nutzerberichte zu lesen und sich umfassend zum Hintergrund zu informieren. Auch ist es möglicherweise wichtig, immer ein eigenes Wallet (elektronische Brieftasche) zu nutzen und nicht unbedingt die virtuellen Coins in der Cloud der Kryptobörse zu lagern, auch wenn diese das anbietet. Diese Cloudlagerung wäre dasselbe wie Geld auf der Bank oder bei einem traditionellen Broker, aber hierzu gibt es viel längere (positive) Erfahrungen. Wir empfehlen strikt, Kryptogeld im eigenen Wallet aufzubewahren und dieses Wallet am besten offline zu sichern.

Gebühren an Kryptobörsen

Die meisten dieser Börsen berechnen eine Gebühr als prozentualen Anteil vom Handelswert. Es kann sich beispielsweise um 0,15 – 1,00 % des Handelswertes handeln. Es gibt auch den Unterschied bei aktiven Anbietern, den sogenannten “Makern“, und den reinen “Takern“, die nur Angebote annehmen. Die Maker erhalten von einigen Börsen Belohnungen in Form von Rabatten, die Taker nicht. Hier wird die Maker und Taker Fee erklärt.

Fazit zu Kryptobörsen

Der Handel mit Kryptowährungen ist sehr jung und gleichzeitig sehr begehrt, dementsprechend schießen die Kryptobörsen wie Pilze aus dem Boden. Wer sich dafür interessiert, sollte sich ein wenig mit der Blockchain-Technologie und der Entstehungsgeschichte einzelner Kryptowährungen sowie mit den regulatorischen Bestimmungen für Broker befassen. Diese Bestimmungen weichen in einzelnen Ländern voneinander ab, zudem haben sich die meisten Gesetzgeber mit der Thematik bislang kaum befasst. Für den Handel mit konventionellem Geld gibt es umfassende Gesetze, in der EU werden Anleger beispielsweise durch die MiFID-Richtlinien geschützt. Vergleichbare Regelungen gibt es für Kryptobörsen und für den ganzen Bereich der Kryptowährungen auf jeden Fall nicht. Daher sollten Anleger strikt auf die Vertrauenswürdigkeit einer solchen Börse achten.